Der Aufenthalt in der Natur hat einen erheblichen Einfluss auf die kognitive, verhaltensbezogene und emotionale Entwicklung von Kindern im Vorschulalter. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels von entscheidender Bedeutung, da Kinder, die mit der Natur verbunden aufwachsen, eher ein Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und unseren Planeten entwickeln. Naturpädagogik ist ein innovativer pädagogischer Ansatz, der nicht nur die Qualität des Lernens verbessert, sondern auch das Umweltbewusstsein fördert. Durch die Einbindung von Naturerlebnissen in den Unterricht können wir zwei der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit angehen: die Bereitstellung einer hochwertigen, nachhaltigen Bildung und die Vermittlung eines tiefen Engagements für den Schutz unseres Planeten angesichts der klimatischen Herausforderungen.
Die neue Auflage des Kurses “Der Einfluss des Lernens im Freien auf die Vorschule”fand auf Teneriffa statt vom 15.03.2025 bis 21.03.2025. Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa, Veronique, Nele und Els aus Grundschule „De Kleine Prins“ in Belgien: Lilly, Mats, Harriet, Tiina und Susanne aus Kindergarten der Gemeinde Luleå in Schweden und Robert aus Anna-Freud-Schule BBS-SGH in Deutschland.
Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit dem Konzept der Outdoor-Pädagogik haben wir deren Vorteile analysiert und diskutiert und den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Erfahrungen mit dem Unterrichten in der Natur auszutauschen. Da dieser Kurs speziell für Erzieherinnen und Erzieher konzipiert war, erhielten die Teilnehmer zudem Einblicke in das italienische Bildungssystem und stellten ihre jeweiligen Einrichtungen vor, um verschiedene Unterrichtsmethoden und -ansätze miteinander zu vergleichen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Kurses waren praktische Aktivitäten in einem örtlichen Park, bei denen die Teilnehmer verschiedene Spiele im Freien spielten. Diese Aktivitäten fanden großen Anklang und inspirierten die Lehrer dazu, ähnliche Erlebnisse anzupassen und zu planen, die auf die Bedürfnisse ihrer Schüler zugeschnitten sind.
Die Teilnehmer befassten sich zudem mit der Bedeutung der Planung von Außenbereichen und lernten, ein Gebiet im Vorfeld zu beurteilen und sich damit vertraut zu machen, um potenzielle Risiken zu minimieren. Anhand praktischer Übungen identifizierten sie wichtige Bereiche, darunter ansprechende Spielplätze, Ruhezonen und potenziell gefährliche Orte.

Dieser praxisorientierte Ansatz lieferte wertvolle Erkenntnisse zur Gestaltung sicherer und effektiver Lernerfahrungen im Freien.
Abschließend bot ein Besuch in einem örtlichen Outdoor-Kindergarten den Teilnehmern die Gelegenheit, ein erfolgreiches Beispiel für das Lernen im Freien in der Praxis zu beobachten. Sie konnten aus erster Hand miterleben, wie Kinder sowohl mit Gleichaltrigen als auch mit der Natur interagieren, und gewannen so tiefere Einblicke in die praktische Umsetzung der Prinzipien der Outdoor-Pädagogik.

Im letzten Abschnitt des Kurses lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung umweltbezogener Kompetenzen und deren Einbindung in den Unterricht. Die Teilnehmer erhielten durch theoretische Diskussionen Einblicke in den Klimawandel und lernten praktische Strategien kennen, um das Thema mithilfe interaktiver Spiele und Aktivitäten bei kleinen Kindern anzusprechen.
Im Laufe des Kurses setzten sie sich mit einer Vielzahl von praktischen Erfahrungen auseinander, die sich leicht an ihre Schüler anpassen lassen, und betonten dabei, dass Lernen über die Grenzen des Klassenzimmers hinausgeht!
 
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