Die vom 8. bis 14. September 2024 in Bologna abgehaltenen Erasmus+-Fortbildungen boten Lehrkräften eine wichtige Gelegenheit, neue Einblicke in zwei zentrale Aspekte der modernen Bildung zu gewinnen: Prävention von Mobbing und Förderung der psychischen Gesundheit in Schulen. Diese Themen sind von entscheidender Bedeutung, da Pädagogen zunehmend vor der Herausforderung stehen, ein gesundes und sicheres Lernumfeld zu gewährleisten. Die Bekämpfung von Mobbing, insbesondere im digitalen Bereich, und die Förderung des Wohlbefindens der Schüler sind zu Prioritäten geworden, da sie sich direkt auf die schulischen Leistungen und die langfristige Entwicklung auswirken. Sozial-emotionales Lernen (SEL) und das Bewusstsein für psychische Gesundheit gelten mittlerweile als Kernelemente einer effektiven Bildung.
Die Kurse fanden in Bologna statt und zogen Lehrkräfte aus ganz Europa an, darunter Maris Sant von der St. Monica School in Gzira (Malta), Esther Paz Mandado vom IES Gabriel y Galán (Spanien) und Marie Lundberg Husbom von der Saltsjöbadens Samskola (Schweden) am Förderung des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit der Schüler. Ebenso legten Pädagoginnen wie Katarina Urbančič von der OŠ Majde Vrhovnik (Slowenien) und MARIA JOSE SANCHEZ vom IES LOS ALCORES (Spanien) den Schwerpunkt auf Prävention von Mobbing und Cybermobbing. |
Der Kurs begann mit einer Auseinandersetzung mit dem Thema psychische Gesundheit und ihrer Definition, wobei die Bedeutung eines unterstützenden schulischen Umfelds hervorgehoben wurde. Die Teilnehmer diskutierten psychisches Wohlbefinden als proaktiven Prozess betrachtet und untersucht, wie Schulen zum allgemeinen Wohlbefinden der Schüler beitragen können.
In einer kritischen Sitzung ging es um Entwicklungspsychologie, insbesondere um Erik Eriksons Phasen der psychosozialen Entwicklung, der Pädagogen einen Rahmen bot, um die psychischen Bedürfnisse ihrer Schüler in verschiedenen Lebensphasen besser zu verstehen. In dieser Veranstaltung wurden den Teilnehmern zudem Risiko- und Schutzfaktoren vorgestellt, die die psychische Gesundheit beeinflussen. Darüber hinaus wurden im Kurs zum Thema Mobbing und Cybermobbing die gesellschaftlichen und individuellen Auswirkungen von Mobbing näher beleuchtet und Strategien für Schulen zum Umgang mit diesen Herausforderungen vorgestellt.
Eine weitere wichtige Sitzung befasste sich mit der Rolle von Emotionale Intelligenz im Unterricht. Die Lehrkräfte setzten sich mit Golemans Die fünf Säulen der emotionalen Intelligenz—Selbstwahrnehmung, Selbstbeherrschung, Eigenmotivation, Empathie und soziale Kompetenzen—sowie deren Anwendung im Unterrichtsalltag, um ein sicheres, emotional gesundes Umfeld für die Schüler zu schaffen. Es wurden Achtsamkeitstechniken eingeführt, um Schülern und Lehrern beim Stressabbau zu helfen. Aktivitäten wie Geführte Ganzkörperscans und sensorisch ausgerichtete Übungen erwiesen sich als wirksame Mittel zur Verbesserung der Konzentration und zum Abbau von Ängsten im Unterricht. In den maßgeschneiderten Sitzungen zum Thema Mobbing wurde Achtsamkeit als Methode zur Förderung von Empathie und emotionaler Regulierung thematisiert – beides entscheidende Faktoren bei der Prävention aggressiver Verhaltensweisen wie Mobbing. |
Im Mittelpunkt der abschließenden Sitzungen standen kognitive und verhaltensorientierte Ansätze zum Stressmanagement und zur Förderung des psychischen Wohlbefindens. Die Lehrkräfte lernten Strategien wie beispielsweise positive Umdeutung, wobei betont wurde, wie diese Methoden in den Schulalltag integriert werden können, um sowohl das Verhalten der Schüler als auch ihre schulischen Leistungen zu verbessern. Darüber hinaus wurden Zusammenarbeit und Inklusion hervorgehoben, um einen teamorientierten Ansatz in den Schulen zu fördern und so ein unterstützendes Umfeld zu schaffen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die einwöchige Fortbildung in Bologna den Lehrkräften die Möglichkeit bot, Erfahrungen auszutauschen, praktische Hilfsmittel zu erwerben und Kontakte zu knüpfen. Durch die Konzentration auf psychische Gesundheit und Mobbingprävention wurden die Pädagogen befähigt, ein inklusiveres und emotional sicheres Bildungsumfeld zu schaffen. Das Engagement der Teilnehmer und ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen, trugen zu einer erfolgreichen und bereichernden Woche bei, sodass sie nun besser gerüstet sind, diese wichtigen Themen an ihren Schulen anzugehen.
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